Briefe an die Besucher

Newsletter vom 13.5.2021

Liebe Freund*innen des Besonderen!Langsam bricht der Frühling durch und Ent-Spannung naht – auch bei AkA:1.  […] – Absurde Substitution ist ihr Titel und Inhalt: nun steht und klingt endlich die schöne Installation der Klasse für Kooperative Strategien, die auf Initiative vom AkA in den schönen Hl-Geist-Saal des FARB Borken kam. Ab nächster Woche kann sie vorraussichtlich belauscht und besucht werden, da die Inzidenz in Borken am letzten Freitag unter 100 gesunken ist. Dafür wird die Ausstellungsdauer vorraussichtlich bis Mitte Juni verlängert. Einen kleinen Videobesuch gibt es jedoch schon hier sowie weitere Infos im Blog!In gewisser Weise stellt die „digitale Erkundung“ der räumlich zu erfahrenden 15-Kanal-Klanginstallation selbst eine „Absurde Subsitution“ dar – wer kann, sollte unbedingt die live-Erfahrung machen, sobald sie möglich ist! Wir danken der Klasse von Prof. Irene Hohenbüchler, dem FARB und den Borkener*innen, die Pflanzen als Leihgabe brachten für diese Kooperation!
2. Skulpturen von Jutta Naendrup haben bis gestern das AkA-Showfenster geziert, einen Rückblick gibt es wie immer auf der website von AkA. Nun folgt mit HTR (Heimat-Traum-Reisen)ein neuea Projekt von Stefan Demming, das mit Bildern und inszenierten Erinnerungen nach Zukunft und Vergangenheit des privaten Reisens fragt: was kann, sollte oder muss sich ändern angesichts von Pandemie und Klimawandel? Liegt die Zukunft des Reisens in der Vergangenheit? Das ‚Projekt für Kopfreisen‘ lädt alle Interessierten ein, sich mit ihren Geschichten zu beteiligen.Zur Präsentation im AkA-Showfenster gibt es schon jetzt Freitag, 14.5. um 21 Uhr einen Livestream aus dem AkA als Video- und Klangcollage in Zusammenarbeit mit Paul Michael von Ganski, der dafür Singles von seinen Interrail-Reisen nach London, Frankreich und Südspanien in den 1970ern zum Samplen mitgebracht hat. Den link direkt von youtube finden Sie hier.
3. Vorschau-Vorfreude: Sommerausstellung am AkA.
Pandemiebedingt mussten wir die schon für Mai geplante Ausstellung von FORT verschieben, der Aufbau ist nun für den 9. Juni geplant. Wir freuen uns sehr auf eine neue Installation des Künstlerkollektivs FORT (Alberta Niemann & Jenny Kropp, Berlin), deren Ausstellung im Kunstverein Ruhr in Essen gerade endete. FORT arbeiten mit alltäglichen Dingen, die nachgebaut, neu arrangiert oder verfremdet werden, sie erhielten u.a. 2015 den Cremer-Preis am LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster.
Wir freuen uns auf die weiteren Kooperation(en), kommt ins FARB und zu unserem Showfenster!Bleibt und bleiben Sie gesund – und neugierig!Alles BestewünschtdasAkA-TeamM. Rieken & S. Demming

AkA-live? (2021)

„Es gab eine Zeit, da standen die Menschen dicht gedrängt, um zu sehen, zu hören – wahrzunehmen. Und das, was sie hörten, sahen, rochen und spürten, elektrisierte sie. Und sie merkten, wie es auch die anderen Menschen elektrisierte und das machte sie nur noch euphorischer. Sie schrien und tanzten und das wiederum elektrisierte die, die auf einer Bühne standen und es war ein Fest, ein unvergessliches Erlebnis …“

Dies ist kein Märchen, sondern eine kurze Beschreibung wie Kultur wirken kann, denn sie rührt uns an. Die weltweite Pandemie hat die Dinge aus dem Gleichgewicht gebracht, auch und vor allem in der Kultur. Werden wir je wieder in der Art zu Konzerten zusammenkommen können …? Die Antwort möchten wir mit einem klaren JA geben. Aber es gibt auch die ABERs jenseits behördlicher Schutzregeln: es ist wichtig, dass wir Menschen die Gelegenheit bieten, Kultur zu präsentieren, zu zeigen und auch wahrzunehmen. Dass wir neugierig sind und bleiben, dass wir hingehen, wenn es die Möglichkeit gibt, etwas einmaliges zu sehen, dass wir live dabei sind – nicht nur im Internet oder vor dem Fernseher.

AkA möchte dies JA für alle auch in pandemischen Zeiten stärken und hofft dafür auf Ihre Unterstützung: sowohl im Zeigen als auch im Wahrnehmen, herzlichen Dank!

Hierunter können Sie noch lesen, was wir uns bis März 2020 vorgenommen hatten unter „live“ – vielleicht gibt es bis Ende 2021 die Möglichkeit, das eine oder andere dennoch umzusetzen. Was wir daraus konkret gebastelt haben, seht ihr und sehen Sie auf dem Blog und hoffentlich bald wieder live!

PS. Unter den Pandemie-Bedingungen planen wir „auf Sicht“, d.h. meximal 3 Monate im Voraus. Im Dezember 2020 haben wir auf Einladung der Stadt Borken zum erstenmal eine Lesung gestreamt. Davon inspiriert versuchen wir ab Frühjahr 2021 die glokale community stärker mit einzubedenken und auch selbst Veranstaltungen als Stream anzubieten: so könnten Menschen zumindest nicht nur im Geiste mit „dabei“ sein!

Vor „Corona“: DAS WAR GEPLANT – der Inhalt bleibt …

camp#1: der AkA-Salon, ursprünglich 23.–26.4 …

AkA, das Atelier für kulturelle Angelegenheiten bietet Einblicke in die Vielfalt zeitgenössischer Kunst und Kultur, die oft anders ist als das Bekannte. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich auf diese (Abenteuer) sowohl bei Präsentationen als auch beim Selbermachen (zB. in Workshops) einzulassen, um darin Neues zu entdecken.

In verschiedenen Formaten machen wir dabei Kultur im ländlichen Raum erfahrbar: durch künstlerische Interventionen im Öffentlichen Raum, ein Wandelkonzert in historischen Türmen oder mehrtägige Kultur-„Camps“ mit Gästen.

Da kurz vor dem Start unseres Programms die Coronakrise für Absagen im gesamten Kulturbereich sorgt, überarbeiten wir zur Zeit unser Programm und haben es in der Hoffnung, ab Ende Mail starten zu können, vorerst um einen Monat nach hinten verlegt.

Camp #1 (21.-24.5.2020) berührt das Thema „Provinz“ und fragt nach Möglichkeiten kultureller Vielfalt auf dem Lande: wie verlockend sind beispielsweise Museums-, Konzert- oder Discobesuche, wenn diese eine Autostunde entfernt liegen? Gibt es auch auf dem Dorf eine „Szene“? Eine Antwort sucht beispielsweise Carsten Lisecki in seinem „Subkultur-Workshop“. Roland Icking hingegen sucht als Fotograf das Besondere auf heimischen Höfen, deren Bewohner er in besonderer Weise inszeniert. Eines seiner inszenierten Fotos installieren wir in Plakatgrösse im Zentrum der Kreisstadt Borken.

Musikalischer Gast ist Anja Kreysing aus Münster, die ihr „analoges“ Akkordeon mit elektronischen Klängen kombiniert – unterstützt wird sie dabei von Paul Michael von Ganski (modular synthesizer).

Als Hörsalon stellen der „record club“ und „club electronic“ ältere Vinyl- und Schellackplatten sowie aktuellere, elektronische Musik vor. Die beiden ersten Workshops von AkA, „Biografiefilm“ sowie ein „workshop sound“ werden ebenfalls vorgestellt. Interessierte können sich vor Ort dafür anmelden.

im Januar: Was ist und will AkA?

Das Atelier für kulturelle Angelegenheiten widmet sich der Präsentation und Produktion zeitgenössischer Kultur in Ausstellungen, Konzerten und Workshops. Sie finden statt in mehrtägigen „Camps“, Workshops und Konzerten in der Kunsthalle Weseke sowie an ausgewählten Orten im Raum Borken. Dadurch wollen wir weitere Einblicke in die Vielfalt der lebendigen, sich stets weiterentwickelnden Kultur der Gegenwart bieten, die oft anders als das gemeinhin Bekannte ist. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich auf diese (Abenteuer) einzulassen, um darin Neues zu entdecken.