Briefe an die Besucher oder Tagebuch (statt Blog)

AkA-live? (Anfang Mai 2020)

„Es gab eine Zeit, da standen die Menschen dicht gedrängt, um zu sehen, zu hören – wahrzunehmen. Und das, was sie hörten, sahen, rochen und spürten, elektrisierte sie. Und sie merkten, wie es auch die anderen Menschen elektrisierte und das machte sie nur noch euphorischer. Sie schrien und tanzten und das wiederum elektrisierte die, die auf einer Bühne standen und es war ein Fest, ein unvergessliches Erlebnis …“

Dies ist kein Märchen, sondern eine kurze Beschreibung wie Kultur wirken kann, denn sie rührt uns an. Werden wir je wieder in der Art zu Konzerten zusammenkommen können …? Die Antwort möchten wir mit einem klaren JA geben. Aber es gibt auch die ABERs jenseits behördlicher Schutzregeln: es ist wichtig, dass wir Menschen die Gelegenheit bieten, Kultur zu präsentieren, zu zeigen und auch wahrzunehmen. Dass wir neugierig sind und bleiben, dass wir hingehen, wenn es die Möglichkeit gibt, etwas einmaliges zu sehen, dass wir live dabei sind – nicht nur im Internet oder vor dem Fernseher.

AkA möchte dies JA für alle auch in pandemischen Zeiten stärken und hofft dafür auf Ihre Unterstützung: sowohl im Zeigen als auch im Wahrnehmen, herzlichen Dank!

Hierunter können Sie noch lesen, was wir uns bis März 2020 vorgenommen hatten unter „live“ – vielleicht gibt es bis Ende 2021 die Möglichkeit, das eine oder andere dennoch umzusetzen. Was wir daraus konkret gebastelt haben, sehen Sie auf dem Blog – wir sehen uns hoffentlich bald!

Vor „Corona“: DAS WAR GEPLANT – der Inhalt bleibt …

camp#1: der AkA-Salon, ursprünglich 23.–26.4 …

AkA, das Atelier für kulturelle Angelegenheiten bietet Einblicke in die Vielfalt zeitgenössischer Kunst und Kultur, die oft anders ist als das Bekannte. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich auf diese (Abenteuer) sowohl bei Präsentationen als auch beim Selbermachen (zB. in Workshops) einzulassen, um darin Neues zu entdecken.

In verschiedenen Formaten machen wir dabei Kultur im ländlichen Raum erfahrbar: durch künstlerische Interventionen im Öffentlichen Raum, ein Wandelkonzert in historischen Türmen oder mehrtägige Kultur-„Camps“ mit Gästen.

Da kurz vor dem Start unseres Programms die Coronakrise für Absagen im gesamten Kulturbereich sorgt, überarbeiten wir zur Zeit unser Programm und haben es in der Hoffnung, ab Ende Mail starten zu können, vorerst um einen Monat nach hinten verlegt.

Camp #1 (21.-24.5.2020) berührt das Thema „Provinz“ und fragt nach Möglichkeiten kultureller Vielfalt auf dem Lande: wie verlockend sind beispielsweise Museums-, Konzert- oder Discobesuche, wenn diese eine Autostunde entfernt liegen? Gibt es auch auf dem Dorf eine „Szene“? Eine Antwort sucht beispielsweise Carsten Lisecki in seinem „Subkultur-Workshop“. Roland Icking hingegen sucht als Fotograf das Besondere auf heimischen Höfen, deren Bewohner er in besonderer Weise inszeniert. Eines seiner inszenierten Fotos installieren wir in Plakatgrösse im Zentrum der Kreisstadt Borken.

Musikalischer Gast ist Anja Kreysing aus Münster, die ihr „analoges“ Akkordeon mit elektronischen Klängen kombiniert – unterstützt wird sie dabei von Paul Michael von Ganski (modular synthesizer).

Als Hörsalon stellen der „record club“ und „club electronic“ ältere Vinyl- und Schellackplatten sowie aktuellere, elektronische Musik vor. Die beiden ersten Workshops von AkA, „Biografiefilm“ sowie ein „workshop sound“ werden ebenfalls vorgestellt. Interessierte können sich vor Ort dafür anmelden.

im Januar: Was ist und will AkA?

Das Atelier für kulturelle Angelegenheiten widmet sich der Präsentation und Produktion zeitgenössischer Kultur in Ausstellungen, Konzerten und Workshops. Sie finden statt in mehrtägigen „Camps“, Workshops und Konzerten in der Kunsthalle Weseke sowie an ausgewählten Orten im Raum Borken. Dadurch wollen wir weitere Einblicke in die Vielfalt der lebendigen, sich stets weiterentwickelnden Kultur der Gegenwart bieten, die oft anders als das gemeinhin Bekannte ist. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich auf diese (Abenteuer) einzulassen, um darin Neues zu entdecken.